Die Geschichte




Cormons liegt zu Füßen des Monte Quarin und ist weltweit für seine Weinproduktion bekannt. Wie aus dem Namen ersichtlich handelt es sich bei dem Ort um eine römische Ortsgründung. Mitten im Ortszentrum sind noch heute Überreste der alten Straße aus der Zeit der Römer zu sehen. Cormons hat sich nämlich ursprünglich an der Kreuzung zweier römischer Straßen entwickelt, die nach Aquileia bzw. nach Cividale führten. Durch die Nähe zu diesen beiden Straßen befand sich der Monte Quarin in einer strategisch bedeutenden Position, und schon zu Zeiten der Römer war die hier errichtete Festung (castrum) die wichtigste im gesamten Verteidigungssystem. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches (V. Jh) bot der Berg der lokalen Bevölkerung Schutz vor den lnvasiorien zur Zeit der Völkerwanderung. Cormons war von 628 bis 737 Sìtz des Patriarchats von Aquileia. Die fortwährenden Auseinander setzungen zwischen den Grafen von Görtz und dem Patriarchat von Aquileia um den strategisch so günstig gelegenen Ort dauerten an, obwohl es in den Jahren 1202, 1281 und 1286 zu Verträgen gekommen war, die den Görzer Grafen eindeutig die Herrschaft zu sicherten. W 4 Mehr als 200 Jahre gehörte Cormons zur Grafschaft Görz - bis 1497 die Burgsamt den anderen Burgen der Grafschaft von Leonardo, dem letzten Spross der Adelsfamilie an Maximilian I. von Habsburg veräußert wurde. Da sich der Ort zwischen dem habsburgischen und dem venezianischen Machtbereich befand, gingen die Auseinandersetzungen um die politische Vorherrschaft weiter. Aufgrund der blutigen Kriege, unter denen die gesamte Bevölkerung stark zu leiden gehabt hatte, gewährte Kaiser Maximilian l. 1518 der Bevölkerung gewisse wirtschaftliche Erleichterungen, so einen siebenjährigen Erlass der Steuerzahlung, um sich von der extremen Armut wieder zu erholen. 400 Jahre lang gehörte der Ort zu Osterreich (auch noch nach der Angliederung Friauls an das Königreich Italien im Jahr 1866) – nach dem 1. Weltkriege wurde Cormons italienisch.