Die Stadt Und Ihre Monumente



Das historische Zentrum


Die Altstadt kann man gut zu Fuß erkunden – los geht`s von der Piazza Libertà, von der die Hauptstraßen der Stadt abgehen. Und hier, mitten auf dem Platz,vor der Kirche Santa Caterina, thront die von dem Wiener Künstler Hoffmann 1903 geschaffene Bronzestatue des Kaisers Maximilian I. von Habsburg (1459-1519) – eines der wenigen Monumente in Italien, das einem ausländischen Herrscher gewidmet ist. Von der Piazza Libertà geht's die Via Matteotti entlang und am Informationsbüro IAT der Stadt vorbei. Ein wenig weiter eine Adelsresidenz aus dem XVIII. Jh. mit einer schön gestalteten Fassade: Palazzo Del Mestri (in Privatbesitz). Die ein wenig weiter folgende riesige Piazza XXIV Maggio wurde vor kurzem von dem Wiener Architekten Podrecca neu gestaltet. Hier bildet Palazzo Locatelli XVIII. Jh., das heutige Rathaus, das vorherrschende Element. Im Innern sind einige schöne Fresken von Picco zu sehen. Im Städtischen Museum, das sich im Park befindet, befinden sich zahlreiche Arbeiten des ein heimischen Bildhauers Alfonso Canciani. Im linken Bereich des Palazzo Locatelli ist die Vinothek von Cormons untergebracht. Hier können Sie die besten Weine lokaler Produktion degustieren und dazu den berühmten geräucherten Schinken D'Osualdo probieren. Von der Piazza XXIV Maggio geht's in die Via Dante mit Palazzo Taccò-Aita (in Privatbesitz): er ist berühmt für seine Stuckarbeiten aus dem XVIII. Jh., die von dem Görzer Pacassi stammen und den zentralen Salon verschönern. Und ebenfalls zwei riesige, etwa zehn Meter lange Bilder sind hier zu sehen, die Lichtenreit 1747 extra für diesen Salonschuf. Des weiteren charakteristisch für das historische Zentrum ist die Centa di Sant'Adalberto: dabei handelt es sich um einen Komplex alter Gebäude, die sich um den Dom scharen und ihn sozusagen beschützen. Von der Piazza XXIV Maggio erreichen wir durch die schmale Riva della Torre zuerst die Piazzetta Patriarchi und dann Via Duomo – ein schöner Spaziergang mitten durch den alten Teil der Stadt mit seiner mittelalterlichen Anlage. Ganz in der Nähe, in Via Cancelleria Vecchia, befindet sich das restaurierte Casa Neuhaus mit seinem aus dem XIV. Jh. Stammenden Turm. Schreiten wir nun zur Besichtigung des Doms und der anderen Kirchen.


Der Dom


Der Dom von Cormons befindet sich auf einer Anhöhe innerhalb der Centa di Sant'Adalberto. Zu dem imponierenden Bau mit den drei Statuen (Marmoraus Carrara) führt eine einzigartige Freitreppe hinauf. Das Innere der Kirche ist einschiffig, mit drei Kapellen zu jeder Seite, in denen sich jeweils ein Altar befindet. Auf der linken Seite sind das der Altar Sacro Cuore di Gesù, der Altar San Giuseppe und der Altar Ss. Trinità. Auf der rechten Seite haben wir die Altare Immacolata Concezione, Beata Vergine della Cintura und San Filippo Neri mit einem schönen Bild von Tominz (1820-21), das San Filippo Neri in preghiera con Sant`Antonio Abate e San Valentino darstellt. Zum barocken Hauptaltar führt eine breite Treppe hinauf: an den Seiten befinden sich etwas erhöht zwei Skulpturen, links Sant'AdaIberto und rechts San Giacomo Maggiore; die Basreliefs in den Postamenten zeigen links die Szene San Floriano spegne un incendio und rechts San Giorgio uccide il drago. Der Säulenbalken im oberen Teil ist Allegorien der Treue und der Hoffnung verziert; in der Kuppel ist die Assunzione della Madonna zu sehen. Im Museum Cjase de Plef Antighe, rechts neben dem Dom, können Sie bedeutende Arbeiten aus dem Bereich der Kirchenkunst bewundern.


Weitere Kirchen


Wieder zurück auf der Piazza Libertà stehen wir vor der Kirche Santa Caterina mit ihren beiden mächtige Zwiebeltürmen. Sie wurde von Carlo Corbellini Ende des XVIII. Jhs errichtet. Die Madonna con Bambino, die sich im Innern über dem Hauptaltar befindet, ist über und über mit Votivgaben bedeckt. An der Straße von Cormons nach Slowenien liegt schön im Grünen die einfach gehaltene Kirche Santissimo Crocifisso della Subida. Sie wurde Ende des XVI. Jhs errichtet - und zwar, weil Bauern auf einem Kruzifix, das hier an eben dieser Stelle stand, Blutstropfen ausgemacht haben wollten. An der Straße, die zum Monte Quarin hinaufführt, erhebt sich die Wallfahrtskirche Beata Vergine del Soccorso. Das Äußere wurde im XIX. Jh.grundlegend umgestaltet, während das ursprünglich reich mit den verschiedensten Kunstwerken ausgestattete Innere Opfer zahlreicher Räubereien wurde. Uber die Via Sottomonte (die einst Cormons mit Cividale verband) erreichen wir die aus dem XV. Jh. stammende Basilica Patriarcale di San Giovanni im Innern der Centa di San Giovanni befindet, einem Komplex alter Häuser, an dem die Zeit spurlos vorübergegangen zu sein scheint. Die Kirche Santa Maria (auch Sant'Apollonia) an der Straße nach Brazzano besitzt im Innern herrliche Fresken.